Unsere Nikodemus-Kirche wurde 1957-1959 nach einem Entwurf der Harburger Küsterin Annemarie Küster gebaut. Durch die Bombardierung Hamburgs 1943 und in den Jahren nach dem Krieg war die Bevölkerung in unseren Dörfern so gewachsen, dass von der „Muttergemeinde“ Jesteburg aus in Handeloh eine Kirche gebaut und eine selbstständige Kirchengemeinde gegründet wurde. Der streng sachliche Kirchbau lässt Einflüsse der „Münchner Schule“ der Architektur erkennen. Zwischenzeitlich wurde die Ausstattung verändert und erweitert.

Am Rande des heutigen Kirchengeländes verlief früher einmal eine mittelalterliche Erdwallanlage, von der Reste noch in Richtung Bahn zu erkennen sind. Sie diente als Schutzanlage zwischen Seeve und Este.

Nach Nikkodemus wurde die Kirche benannt, da am Sonntag der Grundsteinlegung (Trinitatis) im Evangelium von der Begegnung des Nikodemus mit Jesus erzählt wird (Johannes 3).

Den Altarraum gestaltete der Bildhauer Brüggemann aus Winsen. Das ungewohnte grüne Holz des Kreuzes spricht von der lebendigen Hoffnung des Glaubens. Das Wandbild hinter dem Altar malte der Kunstpädagoge und Maler Ingo Thalmann aus Kampen zu dem Wort Jesu “Ihr seid das Licht der Welt“ (Matthäus 5,14). Wer heute die Kirche betritt, kann seinen Weg durch die Kirche hindurch in dem Altarwandbild fortsetzen: „Menschen haben vor mir diese Kirche betreten. Wie sie strebe ich `nach oben`. Andere Menschen werden nach mir kommen. Miteinander sind wir unterwegs als wanderndes Gottesvolk in dieser Zeit.“

Unsere Kirche steht offen und wir wünschen unseren Besuchern, dass sie sich in unserer Kirche geborgen fühlen und Freude und Kraft für ihren Lebensweg schöpfen können.